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Therapiekonzepte

Wir werden Sie bei der Bewältigung ihrer Erkrankung unterstützen, indem wir ein Therapiekonzept auf körperlicher, seelischer und sozialer Ebene anbieten. Es ist unser Ziel, dass Sie in einem tragfähigen sozialen Netz und gesundheitlich stabilisiert (wieder) mit Freude und Zuversicht am LEBEN teilhaben können.

Unsere Rehabilitation umfasst ein breites Spektrum an kreativer, reflektierender, und sozialmedizinischer Begleitung zur Entwicklung neuer Einstellungs- und Verhaltensänderungen bis hin zur beruflichen und sozialen Umorientierung.

Dabei werden Sie persönlich in die Erstellung Ihres Behandlungsprogrammes eingebunden. Sie werden gemeinsam mit dem Arzt Ihre individuellen Reha-Ziele vereinbaren. Unser gemeinsames Ziel ist dabei ihre körperliche Stabilisierung, die Linderung ihrer Beschwerden, ggf. Akzeptanz der eingeschränkten Leistungsfähigkeit und Umgang mit einer Behinderung im privaten und beruflichen Bereich. Zusätzlich erhalten Sie die für Sie wichtigen Nachsorge-Empfehlungen für Ihre Zeit nach der Reha

Wir als Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verstehen uns als berufsgruppen- und klinikübergreifendes Team, für das Sie im Mittelpunkt unserer Bemühungen stehen.

MTT


Rehabilitationsziele

Die Rehaziele orientieren sich an den krankheits- und therapiebedingten Beschwerden und Einschränkungen und werden nach der Aufnahmeuntersuchung von dem Stationsarzt gemeinsam mit dem Rehabilitanden vereinbart.
Für die beiden Indikationen Angiologie/Lymphologie und Onkologie, sowie für die Behandlung von Begleiterkrankungen steht die aktive Bewegungstherapie im Vordergrund.
Das Behandlungsprogramm wird von dem Arzt und dem Rehabilitanden gemeinsam erstellt. Neben der Verbesserung der Bewegungs- und Leistungsfähigkeit ist das Gesundheitstraining ein Schwerpunkt der Rehabilitation.
Ein wesentliches Rehaziel ist die Psychische Stabilisierung durch aktives Einüben von Entspannungsverfahren und die Stärkung der eigenen Kraftquellen (Resilienz).
Zur Unterstützung der Krankheitsverarbeitung bieten wir in Anlehnung an das Bio-psycho-soziale Modell und unter Berücksichtigung der Internationalen Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit (ICF) ein ganzheitliches Therapiekonzept auf körperlicher, seelischer und sozialer Ebene an. Die Rehabilitation umfasst ein breites Spektrum an kreativer, reflektierender und sozialmedizinischer Begleitung zur Entwicklung neuer Einstellungs- und Verhaltensänderungen bis hin zur beruflichen und sozialen Umorientierung.

Die Rehabilitanden sollen nach der Rehabilitationsmaßnahme gesundheitlich stabilisiert (wieder) gut in ihrem Alltag zurechtkommen, sich in einem tragfähigen sozialen Netz aufgehoben fühlen, beziehungsweise sich ihren beruflichen Anforderungen wieder gewachsen fühlen.

Abteilungsspezifische Therapieausrichtung

In der Abteilung Angiologie/Lymphologie liegt der Schwerpunkt auf der Verminderung der durch die Ödeme hervorgerufenen Beschwerden mittels manueller Lymphdrainage und Kompression, prophylaktischer Entstauungsmaßnahmen und Entstauungs-gymnastik sowie einer korrekten Bestrumpfung.

Den Rehabilitandinnen wird konzeptionell eine sogenannte „Adipositasgruppe“ sowie eine von Psychologen geleitete Gruppe „Körperakzeptanz bei Ödemkrankheit“ angeboten.

Psychische Belastungen werden im Screening-Verfahren erfasst und im Verlauf nachverfolgt.

Im Gesundheitstraining beziehungsweise Arzt-Vortrag werden Informationen zu folgenden Inhalten vermittelt:

  • Lymphsystem/Lymphödem
  • Lymphödem: Komplikationen und Prophylaxe
  • Lip-/Phlebödem

Die Behandlung wird in folgenden Gruppen- oder Einzeltherapien angeboten:

  • Entstauungstherapie
  • Bandage-Schulung
  • Manuelle Lymphdrainage
  • Kompressionsbehandlung
  • Körperakzeptanz bei Ödemkrankheiten (Psychologin)
  • Intermittierende pneumatische Kompression (IPK)
  • Lymphologisches Tape


Gezieltes individuelles medizinisches Bewegungstraining ist grundsätzlicher Bestandteil jeder Rehabilitationsmaßnahme.
Die Klinik Taunus bietet durch die beiden Fachabteilungen Onkologie und Lymphologie unter einem Dach ein optimales Therapieangebot für sekundäre Lymphödeme durch eine bösartige Neubildung.

In der Abteilung Onkologie werden die Rehabilitanden in speziell auf die Erkrankung oder das Beschwerdebild zusammengestellten Gruppen zusammen mit anderen Betroffenen informiert und zum Umgang mit den Einschränkungen und den therapiebedingten Begleiterscheinungen wie Polyneuropathie, verändertes Körperbild, beeinträchtigte Körperakzeptanz, hormonelle Veränderungen und ihre Folgeerscheinungen sowie depressive Reaktionen und Ängste beraten. Wir bieten eine umfangreiche psychoonkologische Betreuung an, um die Kraftressourcen und die Selbstheilungskräfte zu aktivieren. Im Gesundheitstraining stellen wir die Salutogenese in den Vordergrund und geben Anregungen und praktische Anleitungen wie man das „Gesundwerden“ erlernen und trainieren kann.


Rehabilitationsdauer und Kriterien der Modifikation


Die Rehabilitation wird von den Leistungsträgern grundsätzlich für die Dauer von 3 Wochen bewilligt. Eine Verlängerung aus medizinischen Gründen muss im Entlassungsbericht begründet bzw. je nach Leistungsträger beantragt werden. Von der Arbeitsgemeinschaft für Krebsbekämpfung Nordrhein-Westfalen (ARGE) und anderen Rentenversicherungen werden wir über die durchschnittliche Verweildauern für einzelne Indikationen kontrolliert. Onkologische Rehabilitationen von Altersrentnern über die ARGE dürfen grundsätzlich nicht verlängert werden.

Rehabilitationsablauf


1. Aufnahmeverfahren
Die medizinischen Unterlagen werden von dem Oberarzt/Chefarzt im Vorfeld geprüft. Ergeben sich nach Durchsicht der Unterlagen Fragen beispielsweise zu nicht abgeschlossener Therapie, zur aktuellen Rehafähigkeit oder zur Abklärung spezieller Therapien während der Rehabilitationsmaßnahme wird telefonischer Kontakt mit den Antragstellern aufgenommen. Wenn sich keine medizinischen Einwände ergeben, erhalten die Antragsteller von der Patientenaufnahme eine schriftliche Einladung in die Klinik Taunus.
Die ärztliche Aufnahmeuntersuchung durch findet direkt nach der Anreise durch den (Fach-)Arzt statt. Dabei werden die Rehaziele gemeinsam mit dem Rehabilitanden vereinbart und das Behandlungs-programm entsprechend dem Krankheits- und Beschwerdebild zusammengestellt.
Der Behandlungs- oder Verordnungsplan wird elektronisch in das Planbüro geschickt und von dort wird ein individueller Behandlungsplan erstellt. Diesen findet der Rehabilitand in seinem persönlichen Postfach. Therapiebeginn ist der Folgetag der Aufnahme.

2. Rehabilitationsdiagnostik
Wir führen bei allen Rehabilitanden eine Elektrokardiographie und eine Routine-Blutuntersuchung durch.
Bei allen Rehabilitanden mit einem Lymphödem der Beine führen wir bei Aufnahme und bei Entlassung neben der Abmessung mit dem Maßband eine Perometermessung im Seitenvergleich rechtes/linkes Bein durch. Durch die vergleichende Messung bei Auf-nahme und bei Entlassung wird das Behandlungsergebnis dokumentiert. Gegebenen-falls erfolgt eine Fotodokumentation von Ödemen und Ulcera bei Aufnahme und bei Entlassung.
Je nach medizinischer Notwendigkeit und Indikation kann ein Belastungs- oder Langzeit-EKG, Farbdoppler-Echokardiographie, Langzeit-Blutdruckmessung, Sonographie des Abdomens und der Schilddrüse, Lungenfunktionstests oder Schlaf-Apnoe-Screening durchgeführt werden. In unserem hämatologischen Labor können wir innerhalb weniger Minuten Blutbildkontrollen aus dem Kapillarblut des Rehabilitanden durchführen.

3 Das Interdisziplinäre Reha-Team
Es finden wöchentlich vom Oberarzt/Chefarzt geleitete Teamsitzungen für jeweils zwei Stationen (75 Betten) statt, in denen individuell bei einzelnen Rehabilitanden Besonderheiten im Rehabilitationsverlauf und/oder die sozialmedizinische Beurteilung besprochen wird. An den Team-Sitzungen nehmen alle zuständigen und betreuenden Ärzte, die Sozialarbeiterin, jeweils ein Mitarbeiter aus der Pflege, der Physiotherapie, der Badeabteilung, der Psychologie und Ergotherapie teil.

4. Ärztliche Aufgaben
Die Verantwortung für den Ablauf des gesamten Reha-Prozesses liegt bei den Assistenzärzten mit Unterstützung der Oberärzte bzw. des Chefarztes. Die Ärzte erstellen bei der Aufnahmeuntersuchung gemeinsam mit den Rehabilitanden den Behandlungsplan, entsprechend der gemeinsam vereinbarten Rehaziele, angepasst an das individuelle Krankheitsbild. Die Ärzte veranlassen gegebenenfalls diagnostische Untersuchungen und koordinieren alle Anpassungen therapeutischer Maßnahmen. Sie führen gemeinsam mit Oberarzt/Chefarzt die Visiten durch und erstellen gemeinsam mit dem Oberarzt/Chefarzt die sozialmedizinische Leistungsbeurteilung.

5. Behandlungselemente
In der Lymphologie liegt der Schwerpunkt auf der Verminderung der durch die Ödeme hervorgerufenen Beschwerden mittels manueller Lymphdrainage und Kompressionsbehandlung sowie prophylaktischen Entstauungsmaßnahmen.

Arzt-Vortrag:

  • Lymphsystem/Lymphödem
  • Lymphödem: Komplikationen und Prophylaxe
  • Lip-/Phlebödem

Gruppen- oder Einzeltherapien:

  • Entstauungstherapie
  • Bandage-Schulung
  • Manuelle Lymphdrainage
  • Kompressionsbehandlung
  • Intermittierende pneumatische Kompression (IPK)
  • Lymphologisches Tape
  • Körperakzeptanz bei Ödemkrankheiten (Psychologin)
  • Entspannungstherapie AT/PR (Psychologe)
  • Stress-Management (Psychologe)
  • Sozialmedizinische Information

Gezieltes individuelles medizinisches Bewegungstraining ist grundsätzlicher Bestandteil jeder Rehabilitationsmaßnahme.

Bei den Rehabilitanden mit arteriellen Durchblutungsstörungen liegt der Schwerpunkt auf der Verminderung der Risikofaktoren und insbesondere bei Peripherer Arterieller Verschlußkrankheit (PAVK) der Verbesserung der schmerzfreien Gehstrecke.
In Vorträgen und Seminaren sowie Gruppen wird folgendes angeboten:

  • Arteriosklerose-Behandlung (Kardiologe)
  • Arteriosklerose-Gruppe (Kardiologe)
  • Kardiovaskuläre Prävention (Diätassistentinnen)
  • Risiko-Stoffwechselstörung (Diätassistentinnen)
  • Diätberatung Einzel
  • Nichtrauchertraining (Psychologe)
  • Krankheitsbewältigung bei arterieller Verschlußkrankheit (Psychologe)
  • Entspannungstherapie AT/PR (Psychologe)
  • Stress-Management (Psychologe)
  • Sozialmedizinische Information
  • Individuell standardisierte Gehstreckendiagnostik
  • Gehtraining (Physiotherapeut)
  • Laufbandgestütztes Gehtraining

In der Abteilung Onkologie werden die Rehabilitanden in speziell auf die Erkrankung oder das Beschwerdebild zusammengestellten Gruppen zusammen mit anderen Betroffenen informiert und angeleitet. Die Möglichkeit sich in den indikationsspezifischen Gruppen mit anderen Betroffenen auszutauschen wird von den Rehabilitanden gerne genutzt.
In Vorträgen, Seminaren sowie Gruppen wird folgendes angeboten:

  • Psychoonkologische Heilungsaspekte (Onkologin)
  • Brustkrebs I Informationen und Hilfen (Onkologin)
  • Brustkrebs II Körper-Wahrnehmung-Weiblichkeit (Onkologin)
  • Leukämie und Lymphom-Gruppe (Onkologin)
  • Prostata-Gruppe (Arzt)
  • Prostata-Gruppe (Psychologe)
  • Psychoonkologische Ansätze zur Krankheitsbewältigung (Psychologe)
  • Psychoonkologische Gruppe (Psychologe)
  • Entspannungstherapie (Psychologisch Technische Assistentin)
  • Stress-Management (Psychologe)
  • Autogenes Training (Psychologe)
  • Progressive Muskelrelaxation (Psychologe)
  • Anleitung Gesunder Schlaf (Psychologin)
  • Krankheitsverabeitung nach Brustkrebs mittels Kunsttherapie
  • QiGong im Sitzen/Stehen (Gymnastiklehrerin mit QiGong-Ausbildung)
  • Gesundheitstraining: Bewegung und Wohlbefinden (Physiotherapeutin)
  • Training und Drainage nach Brustkrebs (Physiotherapeut)
  • Mamma-Gruppen-Gymnastik > 50 Watt
  • Mamma -Gruppen-Gymnastik Leicht im Sitzen
  • Bewegungsbad für brustoperierte Frauen (Physiotherapeut)
  • Ernährung nach Brustkrebs (Diätassistentin)
  • Polyneuropathie-Gruppe: Selbsterfahrung Hand (Ergotherapeutin)
  • Polyneuropathie-Gruppe: Selbsterfahrung Fuß (Ergotherapeutin)
  • Gruppe: Hirnleistungstraining/Gehirnjogging (Ergotherapeutin)
  • Gruppe zum Gleichgewichts- und Koordinationstraining (Ergotherapeutin)
  • Yoga (Yogalehrerin)
  • Orientalischer Bauchtanz für Frauen
  • Sozialmedizinischer Informationskurs zur Schwerbehinderung

Die Angebote dienen der Information und Hilfe beim Umgang mit den Einschränkungen und den therapiebedingten Begleiterscheinungen wie Polyneuropathie, verändertes Körperbild, beeinträchtigte Körperakzeptanz, hormonelle Veränderungen und ihre Folgeerscheinungen sowie depressive Reaktionen und Ängste.
Alle Rehabilitanden nehmen bei Aufnahme und vor Entlassung an einem Psycholo-gischen Screening, dem Distress Thermometer und dem Patient Health Questionaire (PHQ4) teil und können bedarfsweise die Psychologische Sprechstunde wahrnehmen.
Wir bieten eine umfangreiche psychoonkologische Betreuung an, um die Kraftressourcen und die Selbstheilungskräfte zu aktivieren. Im Gesundheitstraining stellen wir die Salutogenese in den Vordergrund und geben Anregungen und praktische Anleitungen wie man das „Gesundwerden“ erlernen und trainieren kann.
Die Diätassistentinnen bieten Beratungen in Vorträgen, Seminaren und Einzelgesprächen zu gesunder Ernährung, spezieller Ernährung nach Mammakarzinom, Übergewicht, Diabetes, Stoffwechselstörungen (zum Beispiel Fettstoffwechselstörungen) an. Eine 2015 komplett neu eingerichtete Lehrküche steht für praktische Schulungen sowie Tipps bei ernährungsbedingten Beschwerden zur Verfügung.

6. Entlassungsmanagement
Das ärztliche Abschlussgespräch wird über die Therapiesteuerung geplant, sodass der Rehabilitand den Termin und Ort auf seinem Behandlungsplan findet. Im Abschlußgespräch wird der Erfolg der Rehabilitationsmaßnahme und die Erreichung der eingangs vereinbarten Rehaziele gemeinsam mit dem Rehabilitanden besprochen.
Für die Zeit nach der Reha werden vom Arzt auch die Nachsorgeempfehlungen gemeinsam mit dem Rehabilitanden besprochen und diesem schriftlich ausgehändigt.
Nachsorgeempfehlungen beinhalten beispielsweise:

  • Ärztliche Weiterbetreuung
  • Kontrolluntersuchungen
  • Diagnostik
  • Ernährungsempfehlungen
  • Empfehlungen zu Medizinischen-Trainings-Therapien, Fitnessstudio, Ausdauertraining, Entstauungsgymnastik, Wassergymnastik, Schwimmen
  • Rehasport - durch die Klinik Taunus eingeleitet
  • Entspannungstraining (Autogenes Training, Progressive Relaxation, Yoga, Qi-Gong)
  • Nichtrauchertraining / Nikotinkarenz
  • Ambulante Psychotherapie / Psychoonkologische Betreuung
  • Ambulante Krankengymnastik
  • Manuelle Lymphdrainage / Intermittierende Pneumatische Kompression (IPK)
  • Konsequentes Tragen der Bestrumpfung
  • Bewegungstraining in Kompressionsbestrumpfung
  • Erysipelprophylaxe (Verletzungsprophylaxe, Wunddesinfektion, Mykosebehandlung)
  • Teilnahme an einem Gesundheitskurs (über die Krankenkasse)
  • Kontaktaufnahme zu einer Selbsthilfegruppe
  • Hilfsmittelversorgung
  • Ergotherapie / Logopädie

Der Kurz-Entlassungsbrief wird vom Arzt erstellt, ausgedruckt und dem Rehabilitanden am Tag der Entlassung von der Pflege ausgehändigt.
Der Arzt diktiert den Entlassungsbericht zeitnah, dieser wird von den Arztsekretärinnen geschrieben, ausgedruckt und nach Korrektur vom Arzt und Oberarzt unterschrieben. Nach erfolgter Freigabe erfolgt die Versendung per Post.

7. Notfallmanagement
Ein Bereitschaftsdienst-Arzt sowie zwei Mitarbeiter der Pflege sind rund um die Uhr im Bereitschaftsdienst. Alle Rehabilitanden-Zimmer sowie sämtliche Behandlungsräume sowie öffentliche Räume inklusive dem Verbindungsgang sind mit einer Notfallschaltung ausgestattet. Die Notfallausrüstung besteht aus zwei Notfallrucksäcken und 4 Defibrillatoren In der Klinik finden jährliche Notfallübungen für die Ärzte statt und alle 2 Jahre Notfallübungen für nicht ärztliches Personal statt. Ein strukturierter Notfallablaufplan ist im QM-Handbuch hinterlegt. Im Haus 2 befindet sich eine Intensiv- und Überwachungseinheit mit 2 Behandlungsplätzen mit Monitorüberwachung und der Möglichkeit einer Infusionstherapie. In unmittelbarer Nähe befindet sich das Akutkrankenhaus und die kardiologische Kerckhofklinik mit der Rythmusambulanz, der Bypasschirurgie, Stentversorgung und Schrittmacherimplantation. Darüber hinaus ist die Gefäßchirurgische Klinik am Ort.
Bei Onkologischen Notfällen bzw. Komplikationen besteht die Möglichkeit der Direktverlegung in eine der umgebenden Universitätskliniken Giessen/Marburg oder Frankfurt.

Hygiene


Die Hygienekommision tagt 2 x jährlich und setzt sich aus folgenden Personen zusammen:

  • Ärztlicher Direktor
  • Kaufmännischer Direktor
  • Hygienefachkraft
  • Pflegedienstleitung
  • beratender Krankenhaushygieniker
  • Technischer Leiter
  • Hygienebeauftragter Arzt
  • Chefarzt Klinik Taunus
  • Stellvertretender ärztlicher Direktor Klinik Wetterau
  • Qualitätsmanagementbeauftragte
  • Betriebsärztin

Unabhängig vom Hygieneplan des Reha-Zentrums bestehen:

  • Reinigung- und Desinfektionspläne
  • Konzept Lebensmittelhygiene (HACCP)
  • Hygieneplan Haustechnik
  • Hygieneplan Physiotherapie
  • Reinigungskonzept
  • Mitarbeiterschulungen / - unterweisungen sind in einer Übersicht der Hygienefachkraft dokumentiert.

Dokumentation


Die Dokumentation erfolgt wie im QM-Handbuch festgelegt.

  • Patientenakte
  • Therapieplanung
  • Umsetzung der KTL-Vorgaben
  • Erfassung durchgeführter Leistungen
  • Erstellung des Reha-Entlassungsberichtes gemäß Leitfaden

Angaben zum Datenschutz


Personenbezogene Daten werden nur verwendet und sicher aufbewahrt, solange es für die jeweilige Aufgabe erforderlich ist. Soweit Aufbewahrungsfristen zu beachten sind, sind diese im Datenlöschkonzept der Reha-Zentren der DRV Bund geregelt. Daten, die nicht mehr benötigt werden, werden gelöscht oder so entsorgt, dass eine unbefugte Kenntnisnahme ausgeschlossen ist. Entsorgungsfirmen werden vorsorglich den Geheimhaltungspflichten unterworfen.

Qualitätssicherung


Das Reha-Zentrum Bad Nauheim ist zertifiziert nach QMS – REHA und nimmt am QS-Verfahren der Rentenversicherung teil. Aktueller Zertifizierungstermin ist der 03. Und 04. April 2017.

Forschungsaktivitäten


Aus der onkologischen Abteilung wurden 40 Rehabilitandinnen mit Mammakarzinom von der onkologischen Oberärztin in die multizentrischen NeuroCoq Studie von Prof. Rick eingebracht. In der Studie wurden die kognitiven Dysfunktionen für die Erwerbstätigkeit von Patientinnen mit Brustkrebs untersucht. Die Ergebnisse wurden erstmals im Februar 2017 auf dem Rehawissenschaftlichen Kolloquium in Frankfurt publiziert. Aktuell wird der Einfluss und die Akzeptanz des Körperbildes vor und nach der Rehabilitation dokumentiert und zur Veröffentlichung vorbereitet.

Behandlungspläne von 4 Rehabilitanden in Papierform

  • Lymphödem der Beine
  • Arterielle Verschlusskrankheit (PAVK)
  • Mammakarzinom
  • Hodgkin-Lymphom

Besondere Konzepte

Mit der Indikation Onkologie und Lymphologie als Alleinstellungsmerkmal eignet sich die Klinik Taunus in hervorragender Weise zur Behandlung von sekundären Lymphödemen nach Tumorerkrankung. Sekundäre Lymphödeme können entstehen durch die Operation, die Lymphknotenentfernung oder durch die Strahlentherapie. In der Klinik Taunus behandeln wir sekundäre Armlymphödeme, Brust- und Brustwandödeme nach Mammakarzinom, sekundäre Beinlymphödeme nach Unterleibsoperationen (Ovarial-karzinom, Uteruskarzinom, Vulvakarzinom), Prostataoperationen, Lymphknoten-entfernungen im kleinen Becken oder der Leiste sowie nach Operationen an den Beinen wie beispielsweise einer Melanom-Operation, Unfällen oder Verletzungen mit Beeinträchtigung des Lymphsystems.
Fachübergreifende Therapiekonzepte kommen auch bei der Behandlung von Gesichts- oder Halsödemen nach Schilddrüsenkarzinom, dem CUP-Syndrom (Karzinom unklaren Ursprungs) oder bei medikamentös-toxisch bedingter Ödemerkrankung beispielsweise durch Einnahme von Proteinkinase-Inhibitoren bei der Chronischen-Myeloischen-Leukämie (CML) zur Anwendung.
Dank langjähriger Erfahrung und Kompetenz sowohl in der Onkologie als auch in der Lymphologie können wir unseren Rehabilitanden fachübergreifende Therapiekonzepte für eine optimale Behandlung anbieten.
Für die Rehabilitanden mit einem Lymphödem und Übergewicht wurde ein psycholo-gisches Gruppenangebot: „Körperakzeptanz bei Ödemkrankheiten“ entwickelt. In dieser geschlossenen Gruppe werden innerhalb von 4 Doppelstunden alte Verhaltensgewohn-heiten eruiert und gemeinsam neue alltagstaugliche Verhaltensstrukturen entwickelt.
Ein besonderes Therapiekonzept wurde auch für die Rehabilitanden der Abteilung Angiologie/PAVK entwickelt. Neben der Bewegungstherapie mit standardisierter Gehstreckendiagnostik und laufbandgestütztem Gehtraining wird eine psychologisch geleitete Gruppentherapie zum Thema: „Krankheitsbewältigung bei arterieller Verschlusskrankheit“ angeboten.
In der Abteilung Hämatologie-Onkologie bieten wir indikationsspezifische Gruppen zur Krankheitsinformation, -verarbeitung und -bewältigung unter Einbeziehung von Bio-psycho-sozialen und psychoonkologischen Konzepten wie beispielsweise dem Bochumer-Gesundheits-Programm an. Das (Wieder)-Entdecken der eigenen Kraftressourcen durch Kreativ- und Kunsttherapie, Ergotherapie, Balneotherapie und Entspannungstherapie ist uns in der Klinik Taunus ein zentrales Anliegen.
Die häufigste Einweisungsdiagnose in der Onkologie ist das Mammakarzinom. Für brustoperierte Rehabilitandinnen bieten wir folgende indikationsspezifische Gruppen an:

  • Mamma-Gruppen-Gymnastik >50 Watt oder Leicht im Sitzen
  • Bewegungsbad für brustoperierte Frauen
  • Training und Drainage nach Brustkrebs
  • Körper-Wahrnehmung-Weiblichkeit
  • Krankheitsverarbeitung mittels Kunsttherapie
  • Ernährung nach Brustkrebs

In diesen indikationsspezifischen Gruppen wird neben den gemeinsamen körperlichen Übungen stets auch die Möglichkeit genutzt, sich untereinander mit Betroffenen auszutauschen.

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Anschrift

Reha-Zentrum Bad Nauheim
Klinik Taunus

Lindenstraße 6 | 61231 Bad Nauheim
Tel. 06032 - 341 0 | Fax 06032 - 341 481

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