Deutsche Rentenversicherung

Alleinstellungsmerkmale der Klinik Taunus
Das ÖdiPLUS-Konzept

Besondere Konzepte der Klinik Taunus

Das ÖdiPLUS-Konzept der Klinik Taunus
ÖdiPLUS ist ein erweitertes psychologisches Konzept zur Behandlung von Ödempatientinnen

Die leitliniengerechte Behandlung von Patienten mit Lymph- und Lipödemen besteht aus:

  • KPE = Komplexe Physikalische Entstauung, darunter verstehen wir manuelle Lymphdrainage und obligate Kompression (anfangs durch Bandagierung, im Verlauf durch hier angepasste individuelle Bestrumpfung).
  • IPK = Intermittierende Pneumatische Kompression, wird nach ärztlicher Verordnung durchgeführt und kann als Therapieoption großzügig umgesetzt werden.
  • Informationsveranstaltungen über die verschiedenen Ödemerkrankungen und deren Besonderheiten, inklusive Empfehlungen zu Hautschutz und zur Hautsanierung. Dazu gehören auch Schulungen zur Selbstbehandlung, zur Aktivierung der Lymphabflusswege und zur Bandagierung.
  • Sport- und Bewegungstherapie, zum Beispiel: Entstauungsgymnastik, MTT (Medizinische Trainingstherapie), Laufband-Training, Crosswalking, Nordic-Walking, Walking (Terraintraining).
  • Behandlungen von Komorbiditäten, insbesondere wenn diese Einfluss auf das Ödem haben. Die Adipositas (Übergewicht mit BMI > 30) verschlechtert die Ödemsituation. Wir bieten eine Adipositasgruppe (psychologisch geleitet), Diätberatung, Teilnahme in der Lehrküche an.

Während die oben aufgeführten Maßnahmen die üblichen Therapiemöglichkeiten beschreiben, geht das ÖdiPLUS-Konzept darüber hinaus und bietet neben der klassischen Ödembehandlung ein Plus an psychologischer Unterstützung und Hilfe:

  • Psychologisches Gruppenangebot: „Körperakzeptanz bei Ödemkrankheiten“. In einer geschlossenen Gruppe werden alte Verhaltensgewohnheiten analysiert und gemeinsam neue alltagstaugliche Verhaltensstrukturen entwickelt.
  • Speziell für Patientinnen mit Lipödem und Schmerzzuständen bieten wir eine zusätzliche, psychologisch geleitete Gruppe „Ödemerkrankung und Schmerz“ an.
  • Um die Patienten mit psychischen Belastungen zu erkennen, setzen wir Fragebögen ein, die vor dem Antritt der Rehabilitation mit der Einladung zugeschickt werden und bei der Anreise in der Klinik ausgewertet werden.



Poster: ÖdiPLUS - Ein erweitertes Psychologisches Konzept zur Behandung von Ödempatienten

Siehe auch in: DRV-Schriften Band 113.
27. Rehabilitationswissenschaftsliches Kolloquium,
Deutscher Kongress für Rehabilitationsforschung
vom 26. bis 28.02.2018 München,
Deutsche Rentenversicherung Bund (Hrsg.);
Berlin 2018, S. 139 - 141.

Mit der Indikation Onkologie und Lymphologie als Alleinstellungsmerkmal eignet sich die Klinik Taunus in hervorragender Weise zur Behandlung von sekundären Lymphödemen nach Tumorerkrankung. Sekundäre Lymphödeme können entstehen durch die Operation, die Lymphknotenentfernung oder durch die Strahlentherapie. In der Klinik Taunus behandeln wir sekundäre Armlymphödeme, Brust- und Brustwandödeme nach Mammakarzinom, sekundäre Beinlymphödeme nach Unterleibsoperationen (Ovarialkarzinom, Uteruskarzinom, Vulvakarzinom), Prostataoperationen, Lymphknotenentfernungen im kleinen Becken oder der Leiste sowie nach Operationen an den Beinen wie beispielsweise einer Melanom-Operation, Unfällen oder Verletzungen mit Beeinträchtigung des Lymphsystems.

Fachübergreifende Therapiekonzepte kommen auch bei der Behandlung von Gesichts- oder Halsödemen nach Schilddrüsenkarzinom, dem CUP-Syndrom (Karzinom unklaren Ursprungs) oder bei medikamentös-toxisch bedingter Ödemerkrankung beispielsweise durch Einnahme von Proteinkinase-Inhibitoren bei der Chronischen Myeloischen Leukämie (CML) zur Anwendung.

Dank langjähriger Erfahrung und Kompetenz sowohl in der Onkologie als auch in der Lymphologie können wir unseren Rehabilitanden fachübergreifende Therapiekonzepte für eine optimale Behandlung anbieten.

Ein besonderes Therapiekonzept wurde auch für die Rehabilitanden der Abteilung Angiologie/PAVK entwickelt. Neben der Bewegungstherapie mit standardisierter Gehstreckendiagnostik und laufbandgestütztem Gehtraining wird eine psychologisch geleitete Gruppentherapie zum Thema: „Krankheitsbewältigung bei arterieller Verschlusskrankheit“ angeboten.
In der Abteilung Hämatologie-Onkologie bieten wir indikationsspezifische Gruppen zur Krankheitsinformation, -verarbeitung und -bewältigung unter Einbeziehung von Bio-psycho-sozialen und psychoonkologischen Konzepten wie beispielsweise dem Bochumer-Gesundheits-Programm an. Das (Wieder)-Entdecken der eigenen Kraftressourcen durch Kreativ- und Kunsttherapie, Ergotherapie, Balneotherapie und Entspannungstherapie ist uns in der Klinik Taunus ein zentrales Anliegen.
In indikationsspezifischen Gruppen wird neben den gemeinsamen körperlichen Übungen stets auch die Möglichkeit genutzt, sich untereinander mit Betroffenen auszutauschen.

Zusatzinformationen

Anschrift

Reha-Zentrum Bad Nauheim
Klinik Taunus

Lindenstraße 6 | 61231 Bad Nauheim
Tel. 06032 - 341 0 | Fax 06032 - 341 481

So finden Sie zu uns (bitte klicken Sie auf den Anfahrtsplan):

Lageplan des Reha-Zentrums Bad Nauheim



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